Prälat Oskar Hörning sah die Not der Frauengemeinschaften im Bistum Würzburg und lud die Provinz- und Generaloberinnen im September 1972 zu einer Sitzung ein, in der zugleich die AGFO gegründet und der erste Vorstand gewählt wurde. Der erste Vorstand setzte sich aus drei Schwestern zusammen.
Die Aufgabe des Vorstandes bestand darin, für die Ordensfrauen und -männer Veranstaltungen mit aktuellen Themen zu planen und durchzuführen.
Ab 1975 wurden Noviziats- und Junioratsschulungen und gemeinsame Vorbereitungen auf die Feier der Profess auf Lebenszeit gestaltet.
In dieser Zeit entstanden die Schwesternnachmittage, die von Anfang an in verschiedenen Regionen stattfanden, denn Prälat Oskar Hörning war der Ansicht: „Zieht nicht alles nach Würzburg, ihr müsst auch hinaus gehen!“
Im gleichen Jahr entstand der „Tag der Orden“ in der Kilianiwoche. Von Anfang an war es ein Anliegen, für die Schwestern und Brüder eine Möglichkeit der Fortbildung und der Begegnung zu schaffen.
Eine Besonderheit hatten diese Tage: Die auswärtigen Gemeinschaften wurden von denen, die in Würzburg ansässig waren, immer zum Mittagessen eingeladen.
Ab 1976 gab es Oberinnenschulungen, die in Himmelspforten und auf dem Volkersberg stattfanden.
1977 wurde ein neuer Vorstand gewählt und dieser bekam zur Unterstützung den sogenannten erweiterten Vorstand. Es war wichtig, dass möglichst viele Frauengemeinschaften in diesem vertreten waren.
Im Laufe der Jahre entstanden weitere Fortbildungsangebote und Möglichkeiten der Begegnung für Ordensleute.
Was die AGFO und ihre Initiativen von Anfang an auszeichneten, waren die Möglichkeiten zur Weiterbildung, zur Begegnung, zum Austausch und zum besseren Kennenlernen. Wachsendes Verständnis füreinander und Solidarität untereinander wurden dadurch unterstützt.